27. Mai 2016

 

Auch am heutigen Tage sind wir erneut nach Chester gefahren. Es ist kein Geheimnis – zuerst ging es ins Kiwi-Cafe.

 

Anschließend fuhren wir dann noch weiter zum „Grey Gull“.

Und dort wurde wirklich gedreht. Allerdings bin ich diesmal nicht auf das Gelände gegangen, auch wenn ich gerne die Crew getroffen hätte. Aber es war gerade Mittagszeit und die Schauspieler wurden zum Essen gefahren. Da wollte ich nicht stören, wenn mir auch kräftig gewunken wurde und angezeigt wurde, ich solle doch zum „Gull“ kommen.

 

Ich schaute noch einige Minuten dem Treiben zu, bevor ich zum Auto zurück ging – Gabi war nämlich am/im Auto geblieben, welches ich etwas abseits geparkt hatte.

Ich machte noch einige Fotos aus der Entfernung und dann ging es zurück nach Hause.

Dies war das letzte Mal, dass ich an einem Drehort von „Haven“ war – hätte ich es gewusst, wäre ich vielleicht doch runter zur Crew gegangen.

 

 

28. Mai 2016

 

Und Chester zum 3. !

 

Eigentlich wollte ich nur schauen, ob dort gedreht wurde, aber dies war nicht der Fall – auch am Grey Gull war niemand.

Also ging es erst ins Kiwi und dann auf einen Spaziergang durch Chester.

 

Plötzlich sahen wir jemanden, der zwar am telefonieren war, aber gleichzeitig uns kräftig zuwinkte – es war Shawn Piller der Director von „Haven“.

Als wir bei ihm ankamen, telefonierte er zwar, aber unterbrach das Gespräch, um uns per Handschlag zu begrüßen – es war kein herkömmlicher Handschlag, sondern der sogenannte „Knuckle-Gruß“. Hier wird „Faust an Faust getippt“, statt sich die Hand zu geben.

 

Wir wollten Shawn Piller aber nicht wirklich aufhalten, bzw. bei seinem Telefonat stören und verabschiedeten uns direkt nach der Begrüßung.

Aber es ist schon beachtlich und bemerkenswert, dass ein bekannter Filmemacher von sich aus auf einen zugeht. Das habe ich bisher nicht erleben dürfen und auch in dieser Form nicht davon gehört. Das machen hier in Deutschland nicht mal sogenannte D-Prominente.

 

Und damit endete mein Erlebnis mit der Haven-Serie vor Ort endgültig. Und wie sich später herausstellte, dürfte es auch kein Treffen bei Filmarbeiten im Bereich Nova Scotia mehr geben. Leider wurden die steuerlichen Vergünstigungen für die Filmbranche ab 2015 gestrichen. Das bedeutete, die vielen Filmproduzenten suchten sich andere Örtlichkeiten in Ontario, Toronto usw. .

 

 

29. Mai 2016

 

Heute machen wir unsere wirklich letzte Tour vor dem Rückflug nach Deutschland.

 

Zunächst fuhren wir über die 102 in Richtung Shubenacadie in Richtung Truro über Brookfield. Nach insgesamt 160 Kilometer kamen wir dann in Truro an.

In Truro hielten wir zunächst am Visitor Centre auf der Commercial Street, um uns den neuesten Stadtplan holten.

 

Bewaffnet mit dem Stadtplan begaben wir uns dann auf einen Spaziergang durch die angrenzenden Straßen, um uns u.a. auch die Geschäfte dort anzusehen.

Natürlich gibt es dort nicht nur Geschäfte, sondern auch eine Besonderheit, für die Truro bekannt ist: Baumskulpturen, die man aus den Baumstümpfen von Ulmen gehauen hat. Auf unserem Spaziergang haben wir etliche dieser Kunstwerke sehen können.

 

Auch sollte man den Victoria Park aufsuchen. Um den gesamten Park zu sehen, braucht man allerdings schon etliche Stunden, da dieser doch recht groß ist. Aber zumindest kann man sich Teilbereiche ansehen – z.B. die Joseph Howe Falls.

Erreichen kann man den Bereich z.B. über die Prince Street-Young Street-Lewis Road.

 

Wer noch einen kleinen Snack braucht, kann dies auf der Robie Street machen. Dort gibt es die verschiedensten Restaurants – und alles ist in der näheren Umgebung, sprich fußläufig im o.a. Bereich erreichbar.

 

Wir fuhren dann weiter in Richtung Burntcoat Head. Auf der 236 ging es dann über South Maitland ( Glooscap Trail ) zur 215. Von dort ging es dann über Maitland-Noel bis nach Burntcoat Head. Dort sollte man auf jeden Fall einen Stopp einlegen. Insbesondere bei Ebbe ist es einfach phantastisch dort, wenn man auf dem Meeresboden spazieren gehen kann.

 

Natürlich sollte man noch genügend Platz auf den Speicherkarten der Kamera haben – denn auch hier kann man sehr schöne Fotos machen.

 

Weiter ging es dann ganz gemütlich über Land in Richtung Windsor, wo wir auch noch einen kleinen Halt machten und auch einen Spaziergang machten.

Von Windsor ging es dann weiter über die 101 bis Bedford, wo wir auf die 102 in Richtung Halifax-Bayers Lake fuhren.

Dort dann noch auf die 103 wechseln. Über Hubbards/Martins Point fuhren wir dann bis Mahone Bay. Am frühen Abend kamen wir dann zu Hause an.

 

Es war zwar eine lange Tour, aber es hatte sich gelohnt. Wir hatten wieder viel gesehen an unserem letzten großen Ausflugstag.

 

Morgen werden wir uns ans Kofferpacken machen und noch ausgiebig durch „unser“ Mahone Bay.

Wir waren sehr traurig – wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. 5 Monate sind mehr als ein Urlaub. Da lernt man Land und Leute kennen. Und eines ist schon jetzt klar – Sparen ist angesagt, damit wir so schnell es geht wieder in Mahone Bay zurück sind!

 

 

31. Mai 2016

 

Jetzt ist es wirklich soweit – wir müssen in Richtung Halifax starten.

Zuerst haben wir unseren PKW bepackt und unser Heim der letzten Monate noch gereinigt.

Dann kam auch schon der Vermieter, um die Schlüssel in Empfang zu nehmen.

Nach einem kurzen Gespräch fuhren wir dann los in Richtung Flughafen.

Von unseren Bekannten hatten wir uns ja bereits verabschiedet.

 

Am Flughafen angekommen, gaben wir zunächst unseren Wagen ab. Danach der übliche Weg – Gepäck aufgeben etc. .

Anschließend war noch etwas Zeit, bevor wir durch den Sicherheitsbereich gingen. Die Zeit nutzten wir für ein kleines Essen.

 

Und dann war es soweit – wir gingen an Bord unseres Fliegers. Wie auf dem Hinflug mussten wir ja in Montreal den Flieger wechseln. Am nächsten Tag kamen wir dann am frühen Morgen in Frankfurt an. Weitere 3 Stunden später kamen wir dann an unserem Wohnort an – traurig, geschafft…. aber auch glücklich über den tollen Urlaub, den wir erleben durften.

 

Deutschland wir sind zurück –

 

Nova Scotia, wir kommen wieder !

 

 

 

E N D E