Die nächste geplante Tour zu neuen Örtlichkeiten fand dann einige Tage später statt – es ging nach Terence Bay und Prospect, sowie einen weiteren Abstecher nach Peggys Cove.

 

Der Bereich um Terence Bay ist ideal für Spaziergänge.

 

Wir haben unsere Wanderung an der St. Pauls Church begonnen, wo wir auch einen der dort angegebenen 100 Parkplätze belegten – die Auswahl fiel uns schwer, waren wir doch der einzige PKW, der dort geparkt werden sollte.

 

Am Interpretation Centre ging es dann vorbei zum „Old Cemetery“, ein kleiner Friedhof mit Gräbern hauptsächlich am Wegesrand. Von dort führt der Weg aber weiter zum „New Cementery“.

 

Kurz vor dem eigentlichen Friedhof befindet sich eine kleine Anhöhe, von der man aus einen herrlichen Blick in die weitere Umgebung hat. Hier sollte man ruhig einige Minuten die Gegend genießen.

 

Folgt man dem Weg, kommt man zu einem Pavillon und einem aus Holzplanken bestehenden Weg. Im gesamten Bereich des Weges sind Gedenktafeln angebracht – verblüffend fand ich, dass auf einer dieser Tafeln eine Halskette gelegt war – ich stellte mir vor, wie lange wohl in etlichen anderen Ländern gedauert hätte, bis diese Kette entwendet worden wäre.

 

Auf Tafeln kann man hier einiges über den Untergang der SS Atlantic lesen, bei dem am 01. April 1873 insgesamt 535 Menschen den Tod fanden.

 

Der gesamte Weg ist zeitlich gesehen in gut einer halben Stunde abgegangen – wer aber die sehr schöne Gegend bewundern und auch noch etwas aus der Geschichte von Terence Bay erfahren möchte, sollte schon etwas mehr Zeit dort einplanen.

 

Zu erreichen ist Terence Bay über den Highway 333 ( Prospect Road ) und dann weiter über die Terence Bay Road.

 

 

 

Wir hatten ja noch einiges vor und fuhren dann weiter nach Prospect.

 

Es ging also wieder in Richtung Highway 333 und von dort aus dann über die Prospected Bay Road bis in den Ort Prospect rein.

 

Der Ort selber ist schnell durchfahren – es gibt dort nur wenige Häuser – aber es lohnt sich schon, hier einen Abstecher hin zu machen.

 

Da der Wind am heutigen Tage jedoch recht stark und kalt war, machten wir nur einen recht kleinen Rundgang und fuhren dann weiter nach Peggys Cove.

 

Sicherlich wird jetzt manch Kommentar kommen: Schon wieder Peggys Cove – da gibt es doch „nur“ den Leuchtturm zu sehen!

 

Absolut falsch – es ist schwer zu erklären, aber diese Örtlichkeit hat einfach ein gewisses Flair. Man sieht bei jedem Besuch etwas Neues – zumindest geht es uns so. Und wir waren zwischenzeitlich ja etliche Male dort.

 

Nach unserem Rundgang durch Peggys Cove und dem Sou’Wester, ging es dann wieder zurück nach Hause, nach Mahone Bay.

 

 

 

Die nächsten Tage machten wir keine weiteren Ausflüge, sondern erkundeten weiter „unser“ Mahone Bay.

 

Noch ahnten wir ja nicht, dass wir doch einige Tage lang keinen richtigen Ausflug machten.

 

Denn am 26. März kam der nächste Wintereinbruch –

 

Und der hatte es wirklich in sich.

 

Es gab rund 80cm Neuschnee – unser Auto war bis zum unteren Rand der Seitenscheibe total eingeschneit. Den Rest machten dann die Schneeräumer, die den Schnee von der Straße fein gegen unser Auto schoben. Das gab später viel Arbeit, um den Wagen wieder sichtbar und fahrbar zu machen.

 

 

 

Aber es gab nicht nur viel Schnee – am späten Abend und die Nacht durch gab es dann Sturm. Unser Haus hat nicht nur gefühlt gewackelt bei den Sturmböen. Irgendwie machte sich da doch ein leichtes Gefühl von Besorgnis breit.

 

 

 

Und um dem Ganzen einen runden Abschluss zu geben, gab es dann auch noch Hochwasser.

 

 Das Wasser stieg und stieg – letztendlich fehlten dann doch noch rund 8cm … dann wären wir ohne Heißwasser gewesen, da dann unser Basement im Atlantic gestanden hätte und damit auch die Heißwasser-Anlage.

 

Wir hatten aber Glück – auch die sehr zahlreichen Stromausfälle betrafen uns nicht. Ich kontrollierte in regelmäßigen Abständen im Internet, wo der Strom ausgefallen ist und wie lange es dauern wird, bis die Reparaturen durchgeführt wurden/werden.

 

Diese Seite der Stromanbieter im Internet fand ich sehr gut – natürlich nur, da wir ja durchgehend Strom hatten.

 

So waren wir immer informiert, wo der Sturm die Leitungen gekappt hatte.

 

Am nächsten Morgen war dann das Unwetter vorbei – und wir hatten wieder die „weiße Pracht“ auf den Straßen.

 

Bei herrlichem Sonnenschein gruben wir dann das Auto aus und versuchten eine kleine Schneise in Richtung Straße zu räumen, damit wir im Bedarfsfall mit dem Auto fahren könnten.

 

Doch bis zum 29.03. blieb der Wagen auf seinem Parkplatz stehen.

 

Erst dann fuhren wir erneut nach Halifax.

 

Wir machten einen kleinen Bummel über den Farmers Market und hatten ein tolles Frühstück bei Cora’s.

 

Da ich aber plötzlich Schnupfen bekam und gefühlte 30 Taschentücher in der Minute brauchte, fuhren wir dann doch recht frühzeitig wieder zurück nach Mahone Bay, ohne den geplanten Besuch im Museum zu machen.

 

Aber dafür bleibt ja noch genügend Zeit.

 

Den Sonntag verbrachten wir dann gemütlich zu Hause – wir hatten unseren 3. Regentag. Also war Faulenzen und Bildersortieren angesagt.

 

 

 

Die folgenden Tage flogen dahin und plötzlich war schon der April ins Land gezogen.

 

Da wurde es langsam Zeit, eine Fahrt zum Kejimkujik Park zu machen.

 

Am 04. April machten wir uns dann auf den Weg – zuerst über den Highway 325 Richtung Bridgewater und weiter über den Highway 208 um dann in Höhe von South Brookfield auf den Highway 3 zu fahren. Diesen folgt man bis nach Maitland.

 

Dort befindet sich dann auch die Einfahrt ( Maitland Bridge ) zum Park.

 

Im Park angekommen, stellten wir fest, dass dort nicht nur viel Schnee lag, sondern auch noch erhebliches Hochwasser war.

 

Die ersten Wege, die ich eigentlich ausgesucht hatte, waren gesperrt und nicht begehbar – welch ein Unterschied zu 2011, als wir dort im späten Sommer unsere Wanderung machten.

 

Also wieder ins Auto und tiefer in den Park fahren – doch das klappte nicht. Nur runde 200 Meter weiter war die Straße nicht mehr vom Schnee geräumt. Und da war mit unserem Wagen dann keine Möglichkeit, dort zu fahren.

 

Also wieder zum Parkplatz und den Wagen abgestellt. Rucksack geschnappt und dann ging es zu Fuß los.

 

Es war eine sehr schöne Wanderung im Schnee. Wir bestaunten im Bereich der Mill Falls den doch sehr reißenden Fluss und machten später ein kleines Picknick im Park.

 

Eigentlich dachten wir ja, wir hätten den Park für uns ganz alleine – doch dem war nicht so – Angestellte des Parks waren unterwegs und eine Wanderin mit Hund kam uns auch entgegen.

 

Da die meisten Nebenwege nicht wirklich gut begehbar waren, machten wir uns nach dem Picknick wieder auf den Rückweg.

 

Doch es stand schon fest, dass wir auf jeden Fall nach dem Schnee wieder in den sogenannten „Keji“ fahren werden.

 

 

                                          Fortsetzung folgt......