Einer der guten Tipps betraf einen Bereich, der sich „Hirtle Beach“ nennt – von Mahone Bay aus sind es mal gerade 28 Kilometer über den Highway 3 zu erreichen.

Hirtle Beach liegt im Bereich von Riverport und ist nur einige Kilometer von Lunenburg entfernt.

Nach rund 30 Minuten Fahrzeit erreichten wir den Parkplatz, der wie erwartet, fast leer war.

Bis zum Strand sind es dann nur einige Meter bis zum Wasser.

Und es war wirklich toll – zwar recht kalt, aber schön. Es waren übrigens ca. Minus 15 Grad an diesem Tag - also nicht unbedingt sehr kalt.

Ein herrlicher Blick auf das Meer und die Landschaft, wo man auch im Winter am Meer entlang spazieren gehen kann um die Gegend zu bewundern und zu genießen.

Und nur am Rande bemerkt - selbst in der Winterzeit ist der Strand und auch der Parkplatz sehr sauber gehalten.

 

Neben dem Hirtle Beach wurde anschließend der Bereich von Lockeport und dem Crescent Beach aufgesucht. Erreichbar über den Highway 103 in Richtung von Shelburne. Auf dem Weg dorthin kann man noch einen kleinen Abstecher zum Port Medway Leuchtturm machen. Diese Örtlichkeit ist von der Landschaft her ebenfalls einen Ausflug wert. Die Anschrift lautet: 1687 Port Medway Rd, Port Medway. Wie schon beim Hirtle Beach angeführt, fällt auf, dass auch hier der gesamte Bereich am Strand und der näheren Umgebung sehr sauber ist. Lediglich am Strand konnte man die letzten Überbleibsel des vorangegangenen Wintersturm erkennen – einige losgerissene Hummerkörbe lagen in unmittelbarer Strandnähe. Ansonsten bietet sich dem Besucher eine grandiose Aussicht auf das Meer – und einen Spaziergang am Strand entlang zu den Felsen ist fast als Pflicht anzusehen. Und wenn einem dann doch ein weiterer Besucher begegnet, wird man freundlich gegrüßt, wie es in Kanada so Sitte ist. Fazit – es muss nicht immer Sommer sein, um einen Strandbesuch zu machen. Mit der passenden Kleidung ist auch im Winter ein Besuch am Meer in Nova Scotia eine Empfehlung.

 

Unsere nächste Aktion fand in der Form statt, dass wir Lotto gespielt haben. Der Laden befindet sich auch auf der Main Street in Mahone Bay und bei einem netten Gespräch mit dem Betreiber versuchten wir unser Glück.

Leider haben wir uns dann wohl für die falschen Zahlen entschieden – gewonnen haben wir nichts.

 

Und dann gab es die für „Haven-Fans“ die traurige Nachricht, dass das Schiff von "Duke" in Bridgewater gesunken sei.

5 Tage, nachdem ich die letzten Fotos von der Cape Rouge gemachte hatte, versank das Boot im LaHave River.

Natürlich machte ich kurze Zeit später auch Fotos an der Unglücksstelle. Zum Glück gab es keine großen Schäden für die Umwelt, wie sich später herausstellte.

Das Boot konnte auch  rund 2 Wochen später wieder gehoben werden, nachdem man den Inhalt an Öl und Diesel abgepumpt hatte.

 

Den nächsten Tag nutzten wir um eine Fahrt zur sogenannten „Ross-Farm“ zu machen.

Die Anschrift lautet 4568 Hwy 12, New Ross, NS.

Von Mahone Bay aus, geht es zunächst über den Highway 103 in Richtung Halifax. Weiter geht es dann über den Highway 12 bis nach New Ross.

 

Die Ross-Farm ist eine Art Museum, wo man neben einigen Tieren auch sehen kann, wie früher gelebt und gearbeitet wurde.

Im Eintrittsgeld ist eine Führung durch das Gelände enthalten. Jetzt im Winter ist es besonders interessant, da nach der Besichtigung der Scheunen mit den dort vorhandenen Tieren, sowie der Besichtigung von einem Wohnhaus und einer Arbeitsstelle eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten angeboten wird. Dies ist nicht nur für die Kinder ein toller Spaß.

Bei unserem Besuch lag richtig viel Schnee – und das gab der Landschaft natürlich ein ganz besonderes Aussehen. Es war ein wirkliches Erlebnis.

 

Unsere nächste Tour ging dann zum Ort Blue Rocks.

Dort waren wir bereits mehrmals bei unserem Urlaub in 2011 – und jedes Mal war dort Nebel.

Der Ort liegt nicht weit von Lunenburg entfernt und ist schnell über die 332 und dann weiter über die Blue Rocks Road erreichbar.

 

Diesmal hofften wir mal auf freie Sicht. Aber auch bei diesem erneuten Anlauf war uns das Wetterglück nicht wirklich hold. Zwar hatten wir keinen Nebel, aber es war trotzdem kein richtiger Sonnentag.

Trotzdem war es letztendlich ein schöner Ausflug, bei dem es auch einige gelungene Fotos gab.

 

Ein Bild stach dabei heraus, auch wenn es nicht wirklich spektakulär war – aber ungewöhnlich war es: ein geschmückter Weihnachtsbaum mitten im März.

Doch ganz so ungewöhnlich war es dann doch nicht – fanden wir doch bei unseren Fahrten etliche Häuser, die auch noch komplett den Weihnachtsschmuck hatten.

Unsere Erklärung dafür – es lag ja noch Schnee und Ostern war ja auch noch einige Tage entfernt.

 

Inzwischen stand auch fest, dass wir unsere Tour in Sachen Adler-Fotografie nicht machen werden.

Leider spielte das Wetter ja nicht so wirklich mit – und dann kam dazu, dass meine Ausrüstung nicht unbedingt geeignet war, um vernünftige Fotos dort zu machen. Da war es mir dann doch zu unsicher, bei den Straßenverhältnissen diese Strecke zu fahren.

Und wir hatten ja unsere „Heim-Adler“, auch wenn diese ja in einiger Entfernung flogen.

 

Und da ja inzwischen schon Mitte März war, entschlossen wir uns den Wagen zu tauschen.

Also fuhren wir zum Stanfield Airport in Halifax, wo wir unseren neuen Wagen diesmal ohne Winterreifen übernahmen.

Wobei – wie wir kurze Zeit nach Übernahme des ersten Wagens feststellten, hatte dieser keine wirklichen Winterreifen, sondern Allwetter-Reifen.

Winterreifen werden in Kanada bei den Mietfahrzeugen wohl nicht wirklich angeboten?

Nun fuhren wir also keinen Mercedes mehr, sondern einen VW Jetta.

Für unsere Belange aber völlig ausreichend.

Und irgendwann sollte es ja mal vorbei sein mit den winterlichen Verhältnissen…..oder?

 

Nach dem Fahrzeugwechsel fuhren wir dann direkt einmal nach Hubbards.

Ein schöner kleiner Ort, der auch auf der Liste der „Besuch dort nicht vergessen“ stehen sollte. Hubbards ist über den Highway 103 und der 3 zu erreichen.

Da der Tag noch nicht vorbei war, fuhren wir weiter nach Chester, um dort einen kleinen Spaziergang zu machen und eine Kleinigkeit zu Essen.

Auf dem Weg dorthin kamen wir dann nochmals am „Film-Restaurant“ The Grey Gull vorbei. Diesmal ging ich mal kurz auf das Grundstück und machte Fotos auf dem Balkon und der Terrasse des leer stehenden Gebäudes.

 

Und da unser Auto ja auch etwas Bewegung brauchte, beschlossen wir unsere nächste Erkundungstour 2 Tage später in Angriff zu nehmen.

Diesmal war das Ziel der Shubenacadie Wildlife Park.

Dort befinden sich sehr viele Tiere, die man z.B. verletzt in der Wildnis aufgefunden hat und dort pflegte und später im Park behielt, da die Verletzungen nicht komplett behoben werden konnten.

Auf der Hinfahrt fing es kurz nach Halifax an zu schneien.

Bei der Ankunft am Park mussten wir dann noch eine kurze Zeit im Auto warten, bis der Schneefall etwas abflaute.

Wir waren aber nicht die einzigen Besucher, die es hier zum Park verschlagen hatte – wir sahen einige Fotografen, aber auch Familien mit Kindern.

Aber direkt nachdem wir den Park betreten hatten, hörte auch der Schneefall komplett auf – das Wetter meinte es gut mit uns.

Leider waren nur ein Teil der Tiere zu sehen und auch konnten nicht alle Wege genutzt werden.

 

Trotzdem war es ein interessanter Besuch, bei dem ich auch einige Fotos machen konnte.

Und für uns stand schnell fest, dass wir im Mai wieder hier hin fahren werden.

Von Mahone Bay aus sind es ja nur rund 130 Kilometer.

Die Adresse lautet 49 Creighton Rd, Shubenacadie, NS. Von Halifax aus sind es noch rund 40 Minuten Fahrzeit über den Highway 102 bis zur Ausfahrt 11 in Stewiacke. Der weitere Weg ist gut ausgeschildert.

Vor Ort ist ein großer Parkplatz, der jetzt im Winter natürlich nicht ausgelastet ist.

Besonders in den warmen Monaten ist ein Ausflug jeder Familie zu empfehlen. An Tieren kann man z.B. Adler und Elche sehen, aber auch Strauße und Rentiere gibt es zu bestaunen. Man sollte sich also etwas Zeit nehmen – und direkt neben dem  Park gibt es eine große Area, um ein gemütliches Picknick zu machen.

 

Die nächsten Tage waren dann der Sichtung und Bearbeitung der gemachten Fotos vorbehalten. Natürlich nicht ohne diverse Spaziergänge durch unseren Ort.

Daneben machten wir auch noch weitere Fahrten nach Halifax und Bridgewater.

 

Fortsetzung folgt.....