11. Mai 2016

 

Nachdem wir den Samstag als Einkaufstag und Erholungstag genutzt hatten, ging es am Sonntag erneut nach Lunenburg.

Es wurde wieder ein besonderer Spaziergang durch diesen schönen Ort.

Und man glaubt es ja kaum – plötzlich standen wir mal wieder mitten bei Filmaufnahmen.

 

Es wurden Aufnahmen zur Serie „Book of Negroes“ gedreht.

Wir schauten einige Zeit zu und ich machte auch schnell ein paar Fotos. Allerdings war der Drehort ziemlich gut abgeschirmt und vor Blicken geschützt. Da wir persönlich nicht so einen Bezug zu dieser Serie hatten, blieben wir auch nicht lange vor Ort. Aber interessant war es schon und auch erstaunlich, was hier so alles an Serien und Filmen gedreht wird.

 

Die nächsten Tage machten wir nur kleinere Touren in der näheren Umgebung und nach Halifax.

 

15. Mai 2016

 

Heute wollten wir mal wieder nach Chester, um u.a. im KIWI-Cafe ein leckeres Frühstück zu genießen.

Also parkten wir auf der Duke Street und gingen gemütlich die Union Street hoch.

Plötzlich hörte ich einen Ruf: Hello Klaus – come on!

Ich sah dann auch die Ruferin: Stefanie Deoul, die offensichtlich auf dem Weg zum Haven-Office auf der Duke Street war.

Stefanie meinte dann nur noch, ich sollte mitkommen zum Set am Haven Herald.

OK – also durfte meine Frau ( mal wieder ) alleine zum Cafe gehen.

 

Ich folgte also in Richtung Haven Herald. Dort machte man mich mit einem weiteren Hauptdarsteller bekannt, den ich bisher noch nicht getroffen hatte – John Dunsworth, der in der Serie den Dave Teagus vom Haven Herald spielt.

Wir begrüßten uns per Handschlag, wobei Dave direkt auf meine Verletzung aufmerksam gemacht wurde, damit er nur vorsichtig meine Hand schüttelte.

 Ich war mal wieder erstaunt – selbst solche Sachen haben sich die „Leute“ hier am Set gemerkt!

 

Dave ging natürlich direkt auf diese Situation ein und nahm diese zum Anlass, mir von seinen beiden „Verletzungen“ zu sprechen. Diese hatte er sich laut Drehbuch in 2 verschiedenen Folgen zugezogen. Wir unterhielten uns noch kurz, bevor ich in den Herold gebeten wurde.

 

Auf dem Weg dorthin wurde ich von einigen der dort arbeitenden Crew wie ein guter Bekannter begrüßt – irgendwie fühlte es sich an, als wenn man selber dazu gehören würde.

Und dann wurde ich auch schon verkabelt und bekam Mikrofon und Ohrhörer verpasst.

Shawn Piller begrüßte mich kurz und orderte einen Regiestuhl für mich – und dann wurde gedreht.

 

Die Zeit verging wie im Fluge….und plötzlich hieß es Pause / Mittagessen.

Upps – wollte ich nicht mit meiner Frau zusammen im KIWI frühstücken?

Schnell verabschiedete ich mich, da ich echt ein schlechtes Gewissen hatte. So lange wollte ich ja nun doch nicht bleiben, bzw. es war ja eigentlich kein Besuch am Set geplant gewesen.

Aber meine Frau nahm es ganz gelassen. Wann hat man denn auch so eine Gelegenheit, ganz dicht bei den Dreharbeiten seiner Lieblingsserie zu sein!

Da es ja doch etwas später geworden war, machten wir dann keine weitere Tour, sondern gingen etwas durch Chester. Auch ohne Dreharbeiten gibt es dort genug zu sehen.

 

16. Mai 2016

 

Heute ging es zuerst zum Crescent Beach. Also fuhren wir von Mahone Bay aus über die 325 in Richtung Bridgewater. Dort wechselten wir dann auf die 331. Über Pleasantville und West Dublin ging es bis zur Crescent Beach Road. Von dort waren es nur noch wenige Minuten, bis wir unseren Wagen abstellten und zu Fuß bis zum Strand gingen. Es war wirklich schön dort, da der Strand auch fast leer war – der richtige Ansturm von Besuchern kommt ja doch erst zum Ende des Monats.

Aber wir wollten ja noch mehr sehen. Also rein ins Auto und wieder zurück auf die 331. Nur einige Kilometer weiter befindet sich nämlich der nächste sehenswerte Strand: Rissers Beach Provincial Park. Auch dort blieben wir um am Strand spazieren zu gehen. Aber irgendwie reicht dann unsere Zeit nicht, um einen längeren Aufenthalt dort zu genießen. Denn wir wollten noch etwas weiter – der nächste Stopp sollte dann Port Medway sein.

 

Die Fahrt ist recht kurz – über die 331 auf die 103 Richtung Barrington um dann nach links  auf die Port Medway Road zu fahren. Die Straße dann einfach bis zum Ende fahren und den Wagen auf dem kleinen Parkplatz abstellen. Von dort sieht man auch schon den kleinen Leuchtturm von Port Medway.

Schnell einige Fotos gemacht und schon ging es weiter.

 

Unser nächstes Ziel sollte nun Lockeport sein.

Also wieder zurück auf die 103 und wieder in Richtung Barrington fahren. In Höhe von Sable River dann nach links auf die 3 ( Brighton Rd ) abbiegen. Von der Brighton Rd kann man dann nach rechts zum Crescent Beach Center abbiegen.

Man sollte sich ruhig einige Minuten nehmen, um auch dort einen kleinen Halt zu machen um am Sandstrand die Landschaft zu bewundern. Wir haben es gemacht und auch nicht bereut.

Doch dann ging es wieder zurück zur Locke Street, die wir bis zum Ende fuhren, um dann nach links auf die Hall Street zu fahren. Wir fuhren dann noch bis zur Water Street, wo wir uns dann etwas den Hafen dort ansahen.

Aber irgendwie fanden wir dort nichts, was wirklich besonders gewesen wäre – also weiter fahren.

 

Zur Erklärung – es gab dort natürlich einige Fotomotive, aber wir waren nach so einer langen Zeit hier schon etwas verwöhnt und suchten wirklich „neue Motive“. Wer diesen Bereich noch nicht gesehen und erkundet hat, sollte dies aber auf jeden Fall machen.

Für uns war aber nun das nächste Ziel ins Navi eingegeben.

 

Jetzt sollte es nach Shelburne gehen, auch wenn wir dort bereits mehrmals gewesen sind. Es sind ja nur runde 30 Kilometer bis dorthin – über die 3 in Höhe Jordan Falls auf die 103 für rund 17 Kilometer in Richtung Shelburne fahren, wo es dann erneut auf die 3 geht. Man sollte sich etwas Zeit nehmen, um auf der Brücke bei Jordan Falls den schönen Blick zu genießen und vielleicht auch ein paar Fotos zu machen.

In Shelburne angekommen, haben wir im Bereich der Dock Street auf dem kleinen Parkplatz dort geparkt.

Es gibt viel zu sehen dort – den Fischerei Hafen, das Warenhaus, die schönen alten Häuser, die man auch besichtigen kann – es gibt einen Museumspass, der zum Besuch der dortigen Häuser berechtigt.

 

Und wenn dann der große Hunger kommt – kein Problem! Wir suchten natürlich unser Lieblingsrestaurant  „The SeaDog Saloon“ auf. Wir sind der Meinung, man kann dort gut und günstig essen….und das in einer interessanten Atmosphäre.

Natürlich gibt es aber auch noch andere Restaurants im Ort.

Nach einem Spaziergang durch den Ort machten wir uns dann auf den Heimweg.

 

Es war ein schöner Tag mit vielen schönen Eindrücken, die wir teilweise neu, teilweise aber erneut erleben konnten.

 

Fortsetzung folgt