Und dann begann die „Haven-Zeit“. Ab dem 22. April wurde mit den Dreharbeiten in der Region begonnen.

 

Den ersten Hinweis hatten wir ja schon in Chester gefunden – dort wurde ein Büro des Haven Production Office aufgemacht.

Und am Gebäude des „Haven Herald“, die Zeitung im fiktiven Filmort Haven, wurden Parkschilder angebracht mit der Aufschrift „Haven Parking“.

Nur wo gedreht wurde, das war nicht bekannt.

 

Also fuhr ich am 22. Los, um eventuell einen Drehort zu finden.

Was ich fand waren aber nur die Hinweisschilder die in Richtung des Drehortes führten – aber der Weg dorthin war dann abgesperrt.

Aber immerhin stand nun fest, dass wirklich in der Region gedreht wurde.

 

Und bereits am nächsten Tag fand ich das Hauptquartier der Produktion. Dort standen etliche LKWs und auch zwei aus der Serie bekannte Fahrzeuge konnte ich dort ausmachen – ein Fahrzeug der Haven Police und das Fahrzeug von einem der Hauptdarsteller war dort ebenfalls abgeparkt.

Also stand jetzt absolut fest – die nächsten Tage wird der Ort Chester häufiger aufgesucht, als eigentlich geplant war.

 

26. April 2014

Auch wenn für mich derzeit „Haven“ im Vordergrund stand – auch dort gibt es ja ein Wochenende – so konnten wir dann am Samstag wieder nach Halifax fahren.

Diesmal wollten wir endlich mit der Fähre nach Dartmouth fahren.

 

Dartmouth selber hat viele Attraktionen, die man unbedingt sehen sollte.

Aber wer die Skyline von Halifax bewundern und auch fotografieren will, der kommt um den Besuch von Dartmouth nicht herum.

Insbesondere lohnt sich die Fahrt mit der Fähre, da man bei schönem Wetter natürlich einige lohnenswerte Bildobjekte vom Wasser aus zu sehen bekommt.

 

In Dartmouth angekommen, machten wir zunächst einen kleinen Spaziergang durch den dort liegenden Park.

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen war der Park natürlich gut besucht.

Nach dem Spaziergang gingen wir wieder zur Anlegestelle der Fähre – der Alderney Landing.

Dort findet am Wochenende jeweils ein Markt statt.

Der Besuch dort war ganz interessant – es gab dort alles vom Bäckerei-Produkt bis zum Bild ist alles zu erwerben.

Dazu finden auch Auftritte von diversen Interpreten statt.

 

Wir konnten dort Mike Campbell erleben – schöne Musik mit Geige, Keyboard und Gesang.

Ich machte einige Fotos von dem Duo und unterhielt mich später mit Mike, der mir dann noch seine neueste CD schenkte.

 

Danach ging es dann wieder mit der Fähre zurück nach Halifax.

Auch auf dem Rückweg konnte ich einige schöne Fotos machen.

Die ganze Fahrt hat uns für 2 Personen 10 Dollar gekostet – das sind nicht einmal 7 Euro ( natürlich abhängig vom jeweiligen Wechselkurs ).

 

Den Abschluss unserer Halifax-Dartmouth Tour machte dann ein Essen im “Murphys“  - direkt am Kai gelegen ( Lower Water Street ). Das Essen dort war sehr empfehlenswert.

 

Ein spezieller Abschnitt unseres Aufenthalts in Nova Scotia hatte ja bereits begonnen:

Die USA/Canada-Produktion von der Fernsehserie „Haven“ Staffel 5.

 

Zunächst aber eine kurze Erklärung zu der Fernsehserie –

 

Haven ist eine kanadische Fantasy-Serie, von der bisher 4 Staffeln mit jeweils 13 Folgen im TV gesendet wurden.

Aktuell wird die 5. Staffel mit insgesamt 26 Folgen gedreht.

Es geht dabei um eine fiktive Stadt namens Haven, in der Einwohner spezielle Fähigkeiten haben. Diese Fähigkeiten führen zu mysteriösen Vorkommnissen.

Im Internet kann man jederzeit ausführliche Informationen zur Serie erhalten, daher belasse ich es an dieser Stelle mit der knappen Erklärung.

 

28. bis 30. April 2014

Diese drei Tage standen ganz im Fokus der Dreharbeiten zu „Haven“.

 

Am Montag fuhren wir also nach Chester – und was sahen wir direkt bei der Anfahrt – das bekannte gelbe Hinweisschild „Haven-Set“.

Und beim Spaziergang in Richtung Yachthafen sahen wir dann das Aufgebot an Kameras, Autos und vielen Leuten.

Während meine Frau in unser Cafe auf der Pleasant Street  ( KIWI Cafe) einen Tee trinken ging, machte ich mich auf die Pirsch.

 

Gerade am dortigen Pavillon angekommen, wurde ich auch schon von einer dort stehenden Person heran gewunken. Mir wurde nun mitgeteilt, dass ich jetzt leise sein müsste – und bitte keine Fotos machen! Und dann hörte ich auch schon den lauten Ruf „Action“.

 

Einige Sekunden später war der Dreh bereits beendet – alle Leute verschwanden, nicht aber ohne mir auf Nachfrage nochmals zu sagen, dass es nicht erlaubt ist, dort zu fotografieren. Natürlich könnte man ein Foto mit einer etwas größeren Linse machen, wenn man ein paar Meter weiter geht… denn dann würde man ja nicht gesehen! Ich bedankte mich für den Tipp und wanderte die gesagten paar Meter weiter.

Und von dort konnte ich dann sogar einige Fotos von 2 der Hauptdarsteller machen.

Mit den Fotos auf dem Chip, ging es dann zum Cafe, wo meine Frau bereits wartete.

 

Angespornt durch diesen ersten Erfolg, fuhr ich, diesmal alleine, am kommenden Tag wieder nach Chester.

Und wieder konnte ich einige Fotos aus der Entfernung machen – allerdings war das Wetter an diesem Tag eher mies – Regen-Schneeschauer und starke Bewölkung.

Nach kurzer Zeit beendete ich mein „Paparazzi-Abenteuer“ und fuhr zurück nach Mahone Bay.

 

 

Am nächsten Tag also wieder nach Chester. Diesmal aber bei richtig gutem Wetter – Sonnenschein und warme Temperaturen.

Direkt dann bei der Ankunft: Das Schild mit dem Hinweis zum Set.

Und am Cafe angekommen, sahen wir bereits das große Aufgebot der Filmleute.

Also ging meine Frau wieder ins KIWI, während ich mich bis direkt an den Drehort heranwagte.

Dort stand bereits ein Anwohner, der mit der Handykamera einige Fotos machen wollte.

Kaum dort angekommen, wurden wir aber bereits weggeschickt – dann noch der Hinweis: keine Fotos erlaubt – freundlich, aber bestimmt vorgetragen.

 

Schade – aber zumindest durften wir dort bleiben und dem nun beginnenden Dreh zu schauen.

Ich unterhielt mich leise mit dem Herrn neben mir – und auf Nachfrage sagte ich, dass wir aus Deutschland sind und große Fans von dieser Filmserie seien.

Dann packte ich meine Tasche und wollte zum Cafe gehen.

 

Plötzlich sprach mich einer der „Filmleute“ an fragte nach meinem Vornamen und bat mich, kurz über die Straße mit zu kommen – und dann begann „mein Traum“!

 

Mit den Worten: That’s Klaus from Germany – a great Fan of Haven, wurde ich einem der Hauptdarstellern vorgestellt.

Es war Lucas Bryant, der im Film den Nathan Wournos ( Polizeichef in Haven ) spielt. Lucas sprach anschließend eine gute halbe Stunde mit mir – für ein Foto zog er sich extra seine Jacke aus, damit ich ihn in seiner „Berufskleidung“ auf dem Bild hatte. Zwischendurch entschuldigte er sich noch kurz … und kam mit der Hauptdarstellerin Emily Rose, im Film u.a. Audrey Parker zurück. Natürlich wurden nicht nur Hände geschüttelt und Gespräche geführt – es gab auch ein Foto von uns drei Personen. Dann entschuldigte sich Emily, da sie wieder dran war mit dem nächsten Dreh und sich auch noch um ihr Kind ( 1 Jahr alt ) kümmern wollte.

 

Lucas Bryant blieb noch bei mir und wir unterhielten uns noch kurz – zwischendurch kam auch noch der 3. Hauptdarsteller Eric Balfour vorbei. Dieser hatte leider keine Zeit für ein Gespräch, bleib aber für ein Foto kurz stehen.

 

Ich verabschiedete mich nun, da ich die Zeit der „Stars“ nicht noch weiter in Anspruch nehmen wollte.

Per Handschlag verabschiedeten wir uns nun voneinander – ich kann nur sagen: so nette Leute, die ja als Stars gehandelt werden und auch sind, habe ich bisher noch nicht erlebt.

 

Um mich wieder etwas von diesem Erlebnis zu beruhigen, fuhren meine Frau und ich noch eine kleine Runde.

 

Auf dem eigentlichen Heimweg machte ich dann doch noch den Vorschlag, man könnte ja einen gaaanz kleinen Abstecher nach Chester machen – liegt ja eigentlich fast auf dem Weg.

Gesagt – getan. In Chester angekommen – Auto geparkt, Kamera eingepackt und auf ging es in den Ort.

 

Wir gingen in Richtung des schon zuvor angesprochenen „Haven Herald“ – plötzlich hörten wir eine Stimme: Hello Klaus! Und zu einer anderen Person die man nicht sehen konnte – That is Klaus from Germany!

 

Wir dachten im ersten Moment: Das kann doch nicht sein!

 

Einige Meter weiter dann kam eine Person auf uns zu – schüttelte uns die Hand und meinte, er sei Shawn Piller – Produzent und Direktor von der Haven-Produktion.

Er fragte uns dann, ob er ein Foto von uns Dreien machen dürfe – dieses wolle er dann auf Twitter einsetzen. Natürlich sagten wir nicht nein.

 

Ganz Regisseur, gab er meine Kamera an eine andere Person, die auch sein Handy in die Hand gedrückt bekam. Dann noch die genaue Anweisung, wo wir am besten stehen, damit man auch später sehen kann, dass wir vor dem berühmten „Haven Herald“ Aufstellung genommen hatten….und schon machten die Kameras ihren Job.

 

War das ein erlebnisreicher Tag – doch es kam noch besser.

Wir wollten uns dann verabschieden – aber Shawn Piller meinte, das gehe aber nicht. Erst müssten wir doch den Haven Herald auch von Innen sehen und dort ein Foto machen.

So durften wir dann auch diese Räumlichkeiten erleben.

 

Nun verabschiedeten wir uns aber wirklich  - zum Abschied meinte Shawn Piller dann noch, am Freitag würde es Indoor-Aufnahmen geben – wenn ich möchte, könnte ich vorbei kommen.

 

Völlig aufgewühlt fuhren wir danach dann zurück nach Mahone Bay.

 

Fortsetzung folgt.....