Kapitel 4 : Frankfurt und der Flug nach Kanada

 

 

 

Am Morgen wurde zunächst das Auto beladen, bevor wir dann gemütlich gegen 11 Uhr in Richtung Frankfurt starteten.

 

Die Fahrt verlief mehr als problemlos, da weder viel Verkehr war, noch irgendwelche Staus oder witterungsbedingte Störungen vorlagen.

 

So kamen wir gegen 13.45 Uhr am Hotel in der Nähe vom Flughafen an.

 

Auch wenn erst ab 15 Uhr Einchecken war, gingen wir zum Tresen und fragten einfach mal an, ob das Einchecken eventuell früher möglich sei – und wir konnten wirklich direkt unsere Zimmer bekommen.

 

Doch zuerst suchten wir das Restaurant auf, um mit Andy eine Kleinigkeit zu essen. Wir waren die einzigen Gäste und wurden dementsprechend bevorzugt bedient.

 

Nachdem wir gegessen hatten – das Essen war übrigens sehr gut, luden wir unser Gepäck aus und Andy, unser Sohn, fuhr wieder zurück nach Hause.

Wir brachten unsere Kofferparade ins Zimmer und als nächstes war „Ausruhen“ angesagt. Am Abend gingen wir eine kleine Runde spazieren um dann ins Restaurant zu gehen.

Doch da wir wieder als einzige Gäste dort ankamen, nahmen wir in der Bar unsere Plätze ein. Eigentlich wollten wir nur eine Kleinigkeit essen – so bestellte ich mir ein Clubsandwich, während Gabi sich einen Salat orderte.

Man glaubt es kaum – ich schaffte es nicht, meinen Teller zu leeren. Die Portion war einfach zu groß. Gut gesättigt gingen wir auf das Zimmer um uns auf die Nacht vorzubereiten.

Am nächsten Morgen standen wir rechtzeitig auf, um uns per Shuttle zum Flughafen bringen zu lassen.

 

Wir kamen sehr frühzeitig an der Abflughalle an  und suchten den Schalter von Air Canada, den wir auch schnell fanden.

Dort konnten wir auch direkt unser Gepäck aufgeben – es war nämlich ansonsten kein anderer Passagier / Fluggast am Schalter zu sehen.

Das ging ja richtig positiv los. So kann es ruhig weitergehen, dachten wir uns.

Als nächstes ging es dann zum Sicherheitscheck.

Wie zu erwarten, durfte ich mit meinem Handgepäck zur „Extra-Kontrolle“. Wunderte mich aber nicht, denn mein Rucksack war ja mit der kompletten Fotoausrüstung ( Kamera, mehrere Objektive ), Laptop, externer DVD-Brenner und externe Festplatte, sowie Kleinkram wohl gefüllt.

Ich durfte dann den Rucksack öffnen und der Sicherheitsbeamte nahm sich ein Objektiv heraus. Damit bewaffnet ging es dann ein paar Meter weiter. Das Objektiv wurde durchleuchtet und knappe 2 Minuten später war diese besondere Kontrolle schon beendet.

Gabi durfte, wie schon üblich, ihre Schuhe ausziehen – im Sohlenbereich ist Metall verarbeitet – damit diese überprüft werden konnten. Aber das kannte Gabi ja bereits und es ging ja auch recht schnell.

Mich wunderte eigentlich nur, dass beim Durchgang durch die Schleuse nichts angeschlagen hatte. Denn in meinem Arm befindet sich ja reichlich Metall. Aus Interesse sprach ich die Beamtin dort an – woraufhin diese meinte, sie könne ja mal mit dem Handscanner nachprüfen. Und siehe da – der schlug an.

Nach der Kontrolle schlichen wir dann langsam weiter zum Wartebereich vor dem Boarding-Schalter.

Die Zeit bis zum Einchecken verging recht gut – zuerst musste jeder  Passagier seinen Pass und die Bordkarte an einem extra Schalter vorzeigen. Diese wurden von einem Kanadier überprüft. Anschließend dauerte es dann noch etwas, bis das eigentliche Boarding begann.

 

Allerdings kam nunmehr die Mitteilung, dass sich das Boarding um rund 20 Minuten verzögern würde. Na gut – wir hatten ja einen Flug gebucht, wo genügend Zeit, sprich knapp 2 Stunden zwischen Ankunft in Montreal und Weiterflug nach Halifax lagen.

 

Irgendwie fand ich die Boardingprozedur etwas unorthodox – beim letzten Flug nach Kanada ging es etwas flotter ab.

Somit sollte der Abflug statt um 13.30 um 13.50 beginnen.

Diese neue Zeit wurde auch eingehalten und wir waren endlich an Bord.

 

Erst jetzt merkten wir, dass es eine andere Maschine war, als ursprünglich bei der Buchung angegeben.

Aber das war letztendlich sogar ganz gut – denn in der eigentlichen Maschine waren an den Seiten jeweils 3 Sitze. Hier waren es dann „nur“ 2 Plätze. Brauchten wir keine Rücksicht auf eine andere Person nehmen, wenn wir während des Fluges mal in Richtung Toilette wollten.

Um 14 Uhr rollten wir dann in Richtung Startbahn – 4 Minuten später begann dann der eigentliche Start. Bedeutete für uns – ca. 35 Minuten Verspätung.

 

Der Flug von Frankfurt bis Montreal war sehr entspannt. Es gab etliche Filme zur Auswahl, von aktuellen Movies bis zu Dokumentar- und Familienfilme. Auch reine Audiostücke hätte man auswählen können.

 

Das Essen und die gereichten Getränke fanden auch keinerlei Grund der Beanstandung – es schmeckte und war auch ausreichend.

 

Einzig der Kapitän schien übervorsichtig zu sein – 2x wurde das Zeichen zum Anschnallen wegen aufkommender Turbulenzen gegeben.

Doch diese Turbulenzen merkte man in keinster Weise. Besser als andersrum !

Die eigentlichen 7,5 Stunden Flugzeit vergingen „wie im Fluge“.

Und dann stand bereits der Landeanflug in Montreal an – der Flieger hatte die komplette Verspätungszeit eingeholt und sogar 4 Minuten mehr eingeholt. Statt geplant um 15.40 Uhr Ortszeit Montreal landeten wir um exakt 15.36 Uhr.

Also genügend Zeit für die kommenden Schritte.

Zunächst ging es dann zum Schalter mit den dortigen Sicherheitsbeamten. Ein kurzer Blick in die Ausweise und wir konnten den Schalter passieren.

Doch nicht weiter zum Band um das Gepäck zu holen – wir mussten zum Immigrations-Schalter um dort einen Stempel zu holen.

 

Am dortigen Schalter wurden wir gefragt, warum wir nach Kanada kommen, ob wir hier auch nicht arbeiten wollten. Natürlich auch die Frage nach dem nötigen Kleingeld und ob wir einen PKW gemietet haben. Wir hatten ja alle notwendigen Papiere bereits griffbereit und zeigten alles vor – vom Mietvertrag des Hauses bis zum Auto.

Dann wurden wir noch gefragt, wer sich während unserer Abwesenheit um das Haus in Deutschland kümmern würde.

Kurz angegeben, dass dies unsere Söhne machten – Nachfrage: wie alt sind die beiden – bekamen wir endlich unsere Stempel und konnten den Imigration-Counter passieren.

 


 Fortsetzung folgt ..........