Die Sachen sind ja nicht ganz billig, wenn es ja auch keine Profigeräte sind.

 

Es könnte nämlich bei der späteren Einreise, zumindest beim deutschen Zoll Probleme geben. Dort wird verlangt, dass man einen Nachweis erbringt, wo die mitgebrachten Geräte etc. herkommen, bzw. erworben wurden. Denn man möchte doch nicht, dass dem deutschen Staat Einnahmen verloren gehen.

 

Aus diesem Grund habe ich eine schöne Liste erstellt, auf der alle Geräte verzeichnet waren, die ich mit nach Kanada nehme und auch wieder zurück nach Deutschland nehmen will.

 

Jedes Objektiv, die beiden Kameras, der Laptop und die externen Festplatten – alles fein säuberlich mit Namen, Preis, Gewicht und Seriennummer aufgelistet. Fotografiert hatte ich die Sachen ja bereits im Vorfeld.

 

Mit der Liste bin ich dann zu unserem Zollamt – dort wird dann ein bestimmter Vordruck ausgestellt. Darin wird bescheinigt, dass die aufgelisteten Gegenstände ausgeführt und wieder eingeführt werden. Somit besteht dann später keine Gefahr, dass man plötzlich erneut Steuern auf die Geräte bezahlen „darf“. Wichtig in dieser Angelegenheit: Der Vordruck hat eine Gültigkeitsdauer von 12 Monaten. Die angeführten Geräte müssen dem Zoll vorgezeigt werden!

 

Ess ging alles ohne Komplikationen ab – sehr freundliche Beamte, die auch unheimlich schnell den Vorgang abwickelten. Jetzt kann ich also beruhigt mein Ausrüstung einpacken und mitnehmen.

 

 

 

Ein Blick auf den Kalender zeigte mir soeben: es sind nur noch 3 Wochen bis zum Start unserer Reise. Wie die Zeit doch vergeht. Also ist nun der Endspurt angesagt.

 

 

 

Das bedeutet aber auch, die zuvor etliche Male bereits erstellte, verbesserte und einfach nur aktualisierte Liste für die Koffer parat zu legen – Probepacken ist angesagt.

 

Die Liste beinhaltet jeweils 2 Seiten pro Person:

 

1x Handgepäck und 1x der normale Koffer.

 

Das erste Probepacken endete in einem gefühlten Desaster.

 

Schon mein Handgepäck erwies sich als viel zu schwer.

 

Bei unserer Fluglinie sind 10 Kg Handgepäck erlaubt. Das Gepäckstück darf die Maße von 23 x 40 x 55cm nicht überschreiten. Mitunter wird das ganz penibel überprüft. Habe mir einen extra passenden Rucksack gekauft, der im Internet angepriesen wurde. Da bin ich mal gespannt, ob der bei der Kontrolle auch wirklich durchkommt.

 

Zum Handgepäck darf man dann noch ein zusätzliches Handgepäckstück mitnehmen – z.B. eine Laptoptasche mit Laptop, oder aber für die Frau eine Handtasche mit Inhalt.

 

Und der normale Koffer darf 23 Kg wiegen und das gesamte Maß darf 158cm nicht überschreiten ( Länge+Breite+Höhe).

 

 

 

Meine Frau meinte ja, ich hätte eine Doktorarbeit für meine Gepäckliste geschrieben – ganz so schlimm war es nicht wirklich.

 

Aber etwas penibel bin ich die ganze Sache doch angegangen.

 

Bis zur derzeitigen Endfassung brauchte ich allerdings einige Blatt Papier.

 

Das erste Problem war mein Handgepäck. Dort sollte / musste meine Kamera- und Laptopausrüstung ihren Platz finden.

 

Also alles  raus gelegt  – aufgeschrieben – fotografiert  und gewogen.

 

Zum fotografieren – ich habe alles, was wir mitnehmen vor dem einpacken fotografiert und danach ausgedruckt. So kann man im Fall der Fälle nachweisen, was man mitgenommen hatte, bzw. was sich im Koffer befunden hat. Dieses Prozedere wurde natürlich nicht nur für mein Handgepäck durchgezogen, sondern wirklich für die gesamten Inhalte der Handgepäckstücke und der beiden großen Koffer.

 

 

 

Aber nun zum eigentlichen Desaster.

 

Meine Ausrüstung wog beim Probepacken erheblich mehr als die erlaubten 10 Kg. Also wurde meine Liste bearbeitet. Was könnte man evtl. doch zu Hause lassen, was evtl. ins Handgepäck meiner Frau verfrachten? Keine einfache Sache.

 

Aber Probleme sind zum Lösen da – und nach etlichen weiteren Versuchen war es geschafft.

 

Die beiden Koffer hatten jeweils ein Gewicht von exakt 23 Kilogramm. Mein Rucksack wog nun 9950 Gramm, meine Laptoptasche mit Laptop und einigen Kleinigkeiten und der dicken „Zollakte“ hatte ein Gewicht von knapp 7 Kilogramm.

 

Gabis Trolly brachte genau 10 Kilogramm auf die Waage und ihre Handtasche lag auch im erlaubten Rahmen. Nur mit dem Verschließen der Handtasche gab es leichtere Probleme.

 

 

 

Ich machte mindestens 3 Kreuze, als ich nun diesen wichtigen Punkt abhaken konnte.

 

 

 

Somit war das gesamte Gepäck fertig und wartete nur noch auf das Verladen in Gabis Auto.

 

Aber es waren ja noch 2 Tage bis zur Abfahrt.

 

 

 

Diese 2 Tage gingen aber auch sehr schnell vorbei – teilweise mit kleineren Überraschungen. So kamen noch einige der Nachbarn vorbei, um uns eine gute Reise zu wünschen. Gabi bekam noch eine spezielle Überraschung von ihrer „Frauenrunde“ überreicht – ein Foto: „Die 4 Frauen“ .

 

Natürlich hatte Gabi auch ein extra Foto von sich, welches sie den 4 Freundinnen übergeben konnte. Das dieses Foto nicht ganz leicht zustande kam, wäre eine extra Geschichte, die an dieser Stelle nicht unbedingt erzählt werden muss.

 

 

 

Und dann war er da – der Tag der Abfahrt!

 

Fortsetzung folgt